Narcissus romieuxii ssp. romieuxii "Julia Jane" - Marokko-Narzisse

Narcissus romieuxii ssp. romieuxii "Julia Jane"
Narcissus romieuxii ssp. romieuxii "Julia Jane"
Narcissus romieuxii ssp. romieuxii "Julia Jane" im Gewächshaus Anfang März
Narcissus romieuxii ssp. romieuxii "Julia Jane" im Gewächshaus Anfang März

Pflanze des Monats - Januar 2017

Von Februar bis März erscheinen im Alpinenhaus, oft noch im tiefen Winter, die hellgelben Blüten der Marokko-Narzisse ‚Julia Jane‘.  ‚Julia Jane‘ ist ein von J.C. Archibald 1966 in Marokko gesammelter Klon, der sich in Kultur als robust und zuverlässig erwiesen hat.  

Die Pflanzen kommen im Hohen Atlas in Höhen zwischen 1700 und 2000 m in Zedern- und Eichenwäldern vor. Da sie in der Natur auf Kalk- oder Basaltgestein vorkommen, kultiviere ich sie im Kalksubstrat.

Narcissus romieuxii gehört zur Gruppe der Reifrock-Narzissen.

Es handelt sich um sehr zierliche Pflanzen mit kleinen Zwiebeln und nur wenigen, schnittlauchartigen Blättchen pro Zwiebel. Der Blütenstand erreicht eine Höhe von ca. 10 cm mit nur einer Blüte an einem kurzen Stiel. Eine Zwiebel dieser Selektion bringt meist 2-3 leuchtend hellgelbe Blüten hervor. 

Die spitzen Kronblätter sind sternförmig angeordnet und die Nebenkrone trichterförmig. 

Obwohl "Julia Jane" gut wüchsig und widerstandsfähiger gegen Sommerregen als die Art ist, sollte sie wie die anderen Wildnarzissen kultiviert werden. Die Pflanzen sind dankbar für ein mineralisches Substrat mit guter Dränage, ausreichend Feuchtigkeit während des Wachstums und nach dem Einziehen der Blätter eine sommerliche Trockenphase damit die Zwiebel ausreifen können.

Nach meiner Erfahrung kann sich bei dieser Selektion ein Versuch im Alpinum an einer warmen, sonnigen Stelle über einer guten Dränage durchaus lohnen. Hier auf der Frankenhöhe erscheinen die hübschen Blüten dann im Garten von März bis Anfang April.  

Interessant und ähnlich zu kultivieren sind weitere Narzissen, die ich in meiner Pflanzenliste anbiete.